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Merkatz-Kolumne NÖN – 820. Todestag Leopold V.  

Der Babenberger-Herzog Leopold V.stürzte Ende des 12. Jahrhunderts in Graz derart unglücklich vom Pferd, dass er an den Folgen eines komplizierten Beinbruchs am 31. Dezember 1194 verstarb.  

Seine Herrscherzeit war geprägt von vielen kriegerischen Auseinandersetzungen, weswegen sich Herzog Leopold Sorgen um „sein Wien“ machte. Ungeschützt lag die Stadt an dem Fluss Donau. Und es kam ihm die Idee, eine vorgelagerte Festung am Steinfeld zu errichten. Noch heute hat diese Stadt aus dieser Zeit Stadtmauer und Türme. 

 

Dem Herzog Leopold drängten schwelende Konflikte zwischen Richard Löwenherz und dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich VI. Letzterem tat Leopold einen Gefallen, als er Richard Löwenherz in Dürnstein an der Donau gefangen hielt. Leopold informierte Heinrich VI. und bewies Durchsetzungsfähigkeit bei den folgenden langwierigen Verhandlungen. Er schien auch schlau zu sein, denn er sicherte sich einen erklecklichen Teil des Lösegeldes.  

Er lieferte Richard Löwenherz an den Kaiser aus und konnte mit besagtem Lösegeld seine Planung zur Gründung einer Stadt – eben der „Citiva Nova“ fortsetzen. Dies passierte in den Jahren 1192 bis 1194 und so war die Wiener Neue Stadt geboren. 

In diesem Zusammenhang finde ich es eine wunderschöne Idee, dass der Bürgermeister alle Wiener Neustädter Leopolds und Leopoldinnen, auch meine Mutter wäre eine Leopoldine, im November ins Rathaus einlädt! 

Euer
Karl Merkatz