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Der Mars ist 78 Millionen Kilometer entfernt. Das „Marstheater“ ist näher.

 

 Der Mars ist 78 Millionen Kilometer entfernt. Das „Marstheater“ ist näher.

„Die letzten Tage der Menschheit“ wurden von Karl Kraus für ein fiktives „Marstheater“ geschrieben. Der Mars ist durchschnittlich 77,8 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, die Entfernung schwankt zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer. Die Entfernung der Menschen zu kriegerischen Tragödien schwankt auch stets. Keine ist weit genug entfernt. Jedes Leid geht nahe. Egal, ob Weltkrieg oder viele kleine Krieg auf der Welt.   

„Die letzten Tage der Menschheit“ ist eine Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog. Dieses Großwerk des Großmeisters ist als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg zu sehen und ist in den Jahren 1915 – 1922 entstanden. Das Drama hat keine fortlaufende Handlung, in den über 200 Szenen wird die Unmenschlichkeit des Krieges samt seiner Absurdität dargestellt. All diese Szenen basieren auf wahren Quellen.  

Kraus prangert alle an, die Krieg schüren, die den Krieg verherrlichen, alle, die am Krieg verdienen, die sich in scheinbaren Erfolgen suhlen – und das weit von der Front. In Sicherheit sicher verdienen. Egal, ob Schreiber, Händler oder Offizier, Kraus verdammt sie alle.

Der clubpoesie las aus diesem Werk, interpretierte es zum Teil mit subjektiv gehaltenen Perspektiven. Diese Lesung wurde von einem außerordentlichem, an Anzahl und Interesse, Publikum erlebt, gehört, gefühlt, beklatscht, bedankt.

 

Am Bild, von links nach rechts: Horst Hahn, Florian Juterschnig, Max Huber, Roland Köhler, Horst Freitag, Günter Schmidhofer, Hubert Hutfless