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100 Jahre Kriegsspital. Von der k.u.k. Zeit in die gesunde Zeit.

 

Die Ausstellung „100 Jahre Kriegsspital – Döttelbachsiedlung“ bringt den Besuchern diesen Stadtteil näher, sie ist aber viel mehr als eine bloße Darstellung historisch bebilderter Daten. Man spürt förmlich, dass da mehr ist. Persönliches wird da vermittelt.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Errichtung des k.u.k. Kriegsspitals über die NS-Schreckenszeit mit den darauffolgenden Bombardements bis hin zum Wiederaufbau. Mit anderen Worten von der I. Republik, bis zu den Diktaturen von Austrofaschismus, Nationalsozialismus, II. Weltkrieg und der Wiederaufbauzeit in der II. Republik.

Der Eröffnung, die in der Herta-Firnberg-Schule stattfand, wohnten über 200 Gäste bei, darunter Bürgermeister Bernhard Müller, der auch die Festrede hielt, und Kulturstadträtin Isabella Siedl. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Arbeitersängerbund (ASB) Stadtchor Wiener Neustadt.

 

Persönliche Bilddokumente, einfühlsame Wissensvermittlung, aber es geht noch persönlicher – und damit unter die Haut: Besonderen Beifall fand nämlich ein fein geführtes, äußerst aufschlussreiches Interview des Wissenschaftlichen Leiters des Industrieviertelmuseums, Mag. Anton Faber, mit Frau Ollram, einer hoch betagten, aber noch sehr rüstigen „Kriegsspitalerin“, die historisch äußerst wertvolle Begebenheiten aus dem Alltag der damaligen Barackenarbeitersiedlung zu berichten wusste. Dabei ging es auch und gab es auch. Dabei ging es auch um „wenig haben und damit zufrieden sein“, um Zusammenhalt und Freundschaft. Das gab Fau Ollram mit.

Frau Ollram gestaltete auch gemeinsam mit Stadtmuseumsleiterin Eveline Klein die dazugehörige Ausstellung mit.

Diese Kultur- und Lebensvermittlung kann man noch bis nächstes Jahr erleben – die Ausstellung ist bis 27. März im Industrieviertelmuseum geöffnet.

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